Florenz hat eine überwältigende Lage in der Mitte einer weitläufigen Mulde, durch welche der Arno fließt,
und ist auf drei Seiten von Hügeln umgeben. Eines der Merkmale der Stadt ist der Ponte Vecchio mit seinen
charakteristischen Juwelierwerkstätten. Er wird vom herrschaftlichen Corridoio Vasariano überquert und ist
die einzige Brücke der Stadt, die den Zweiten Weltkrieg unbeschädigt überstanden hat. Florenz war im
mittelalterlichen Europa ein wichtiges Kultur-, Wirtschafts- und Finanzzentrum, wird aber vor allem als
Ursprungsort der Renaissance betrachtet und ist weltweit als Wiege der Kunst und Architektur anerkannt.
Das Herz von Florenz ist die Piazza della Signoria mit dem majestätischen Palazzo Vecchio
und der Loggia dei Lanzi
mit ihren meisterhaften Skulpturen. Daneben schließen sich die Uffizien an, in denen wir u.a. Gemälde der Meister
Leonardo da Vinci, Raffaello und Tizian finden. Hier ist auch die Venus des Botticelli aufbewahrt, welche die
Florentiner zusammen mit dem David von Michelangelo als bestes Beispiel für die weibliche und männliche Schönheit
in der Kunst betrachten.
Nicht weit von den Uffizien liegt das religiöse Zentrum: die Kathedrale Santa Maria del Fiore, mit der majestätischen
Kuppel, dem Campanile von Giotto und dem Battistero San Giovanni mit seinen berühmten Bronzeportalen,
unter denen sich die Paradiestür hervorhebt. Weitere Florentiner Museen sind der
Bargello, in dem man Skulpturen von Donatello und
Michelangelo bewundern kann, sowie der prachtvollen Palazzo Pitti mit der
Galleria Palatina und der Galerie der modernen Kunst.
Zu den Meisterwerken der Florentiner Renaissance gehören die Werke von Filippo Brunelleschi (das
Spedale degli Innocenti,
die Kirchen San Lorenzo und Santo Spirito) und von Leon Battista Alberti
(die Fassade von Santa Maria Novella und Palazzo Rucellai).
Auch andere Kunstepochen haben absolute Meisterwerke hinterlassen: Von der Romanik mit San Miniato al Monte bis zur Gotik von
Santa Croce (hier ist Dante Alighieri, die bedeutendste literarische Figur, bestattet; er ist im Hauptort der Toskana geboren und
aufgewachsen und hat hier gelebt), außerdem Werke von den Extravaganzen des Manierismus eines Giambologna oder
Bernardo Buontalenti
(der Neptunbrunnen oder die Boboli Gärten) bis zu den Meisterwerken der italienischen Architekten des 20. Jahrhunderts, wie der
Bahnhof Santa Maria Novella oder das Stadion Artemio Franchi jeweils von Giovanni Michelucci
und Pier Luigi Nervi.
Das linke Ufer des Arno, Oltrarno genannt, ist ein Viertel mit zahlreichen Bauwerken, in denen man noch heute in den jahrhundertealten
Werkstätten die Atmosphäre des Florenz aus alten Zeiten atmet.
Das Festival dei Popoli und der Maggio Musicale Fiorentino gehören zu den wichtigsten Veranstaltungen der Stadt.